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Seite 10 // Glück auf. Tecklenburger Land. Dienstag, 27. September 2016 Im Zeitraum September 2016 bis zur Einstellung der Produktion im Jahr 2018 erfolgt die Gewinnung der hochwertigen Anthrazitkohle aus fünf Bauhöhen in den Flözen 53 und 78. Das Auslaufdatum für den deutschen Steinkohlenbergbau steht seit Langem fest. 2018 stellen die letzten bei- den Bergwerke des RAG-Konzerns, Prosper Haniel in Bottrop und Ibbenbüren, ihre Förderung ein. Damit endet ein bedeutender Teil deutscher Industriegeschichte. Doch bis dahin gibt es noch viel zu tun. In den Jahren 2016 bis 2018 fördert die RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH insgesamt noch 3,1 Millionen Tonnen Anthrazit kohle. Für das Jahr 2016 bedeutet dies eine Jahresförderung von etwa 1,3 Millionen Tonnen Kohle. Im Jahr 2017 reduziert sich die Jahresförderung auf 1,0 Million und 2018 auf 0,8 Millionen Tonnen. Zudem verkleinert sich das untertägige Wegenetz, das so genannte Grubengebäude, von derzeit rund 69 Kilometer auf rund 50 Kilometer Ende des Jahres 2018. Gegenwärtig sind noch 1400 Mitarbeiter bei der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH beschäftigt. 103 junge Menschen beenden bis zum Jahr der Schließung ihre Ausbildung. Der Rückzug aus der Steinkohle bedeutet keinen Rückzug aus der Verantwortung für die Region. „Uns ist eine aktive Kommunikation mit den Bürgern, den politischen Vertretern und Behörden sowie Verbänden und Vereinen sehr wichtig. Insbesondere zu Themen, die derzeit und aber auch über die Schließung hinaus für die Öffentlichkeit eine große Rolle spielen“, betont der Markscheider des Ibbenbürener Bergwerks, Heinz-Dieter 3,1 Pollmann. So zum Beispiel die noch Millionen Tonnen Anthrazitkohle bis 2018! bestehenden Abbauflächen und ihre Auswirkungen auf die Tagesoberfläche. Im Zeitraum Septem- ber 2016 bis zur Ein- stellung der Produktion im Jahr 2018 erfolgt die Gewinnung der hochwertigen Anthrazitkohle aus fünf Bauhöhen in den Flözen 53 und 78. Die Bauhöhen 7/8, 8/9 und 9/10 Norden Flöz 53 liegen im Beustfeld in einer mittleren Teufe von 1300 Metern. Das Flöz hat eine Mächtigkeit von etwa 1,10 Metern. Die Bauhöhen 5/6 und 6/7a Osten Flöz 78 befinden sich im östlichen Mittelfeld. Das Flöz hat eine Mächtigkeit von 1,45 Metern und wird in einer Teufe von 1555 Metern abgebaut. Die erste Bauhöhe in diesem Baufeld startet im Februar 2017, die letzte Bauhöhe wird im Juli 2018 beendet sein. „Zur Klärung, ob bergschadensrelevante Bodenbewegungen auch außerhalb der Prognosebereiche des Bergwerks auftreten, beauftragte die Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung 6 Bergbau und Energie in Kein Rückzug aus der Verantwortung Uns ist eine aktive Kommunikation wichtig „Uns ist eine aktive Kommunikation mit den Bürgern, den politischen Vertretern und Behörden sowie Verbänden und Vereinen sehr wichtig.“ Heinz-Dieter Pollmann Sind sich der großen Verantwortung bewusst (von links): Heinz-Dieter Pollmann, Stefan Hager und Dr. Michael Drobniewski.


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