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20170504-Beilage-Wissen-RAG-JW

08 GLÜCK AUF. WISSEN. Freitag, 28. April 2017 Bei Exploration und 3D-Mess- und Prüfverfahren, Bauwesen und Infrastruktur, Anlagenbau und Verfahrenstechnik – das Know-how aus dem Steinkohlenbergbau begegnet uns heute überall auf der Welt und schreibt Erfolgsgeschichte. Denn wer untertägige Strecken auffährt, der kann auch Tunnelprojekte messen und ergründen, wer Millionen- Tonnenlasten fördert, der kennt sich aus mit der Sicherheit von Seilen, wer Kohleflöze im Ruhrgebiet erkundet, der exploriert auch weltweit Lagerstätten für Öl und Gas, Erze, Mineralien, Wasser oder seltene Erden. Und wer den Untergrund mit für den Mars entwickelter Technik in Echtzeit per 3DScan vermisst und in Virtual Reality abbildet, der kann dies auch überall auf der Erde, wo Spezialwissen gefragt ist, um die Welt weiter zu erforschen. Ein Unternehmen, das Bergbauwissen überall in der Welt erfolgreich zum Einsatz bringt, ist die DMT-Gruppe mit Hauptsitz in Essen, bis 2007 im Verbund des RAG-Konzerns. Heute zur TÜV Nord AG gehörend und schon seit dem 18. Jahrhundert in der deutschen Montan-Technologie aktiv, operiert sie von 30 deutschen und internationalen Standorten aus auf allen Kontinenten der Erde. In bisher über 150 Ländern realisiert DMT pro Jahr etwa 10.000 Projekte in den Bereichen Exploration, Engineering, Consulting und Geotechnik. Eine steile Erfolgsgeschichte des technologischen Know-hows aus dem Ruhrbergbau. Messpräzision für Millionenprojekte Wenn Tunnel durch Gebirge getrieben oder unter dem Meeresgrund gebohrt werden, können schon geringste Abweichungen Millionensummen verschlingen und Menschenleben gefährden. Hier ist präziseste Messgenauigkeit gefragt. Der Erfindungsreichtum der bergbautechnologischen Ingenieurskunst, immer schon repräsentiert durch die RAG als Bergbau- und Technologiekonzern mit seiner Forschung und Entwicklung, trägt auch heute Früchte, etwa bei der Entwicklung von Spezialmessgeräten. An Genauigkeit weltweit unübertroffen ist das DMT-Präzisionsmessgerät namens „Gyromat 5000“, das auf einem vollautomatischen Vermessungskreisel-System zur Bestimmung der Nordrichtung basiert. Das ursprünglich zur Vermessung von untertägigen Strecken im Bergbau entwickelte schlagwettergeschützte Gerät arbeitet hochpräzise mit einer extrem kleinen Abweichung von maximal 1,2 Zentimetern auf einen Kilometer. Als international führende Messtechnologie kommt der Gyromat daher weltweit bei einer Vielzahl von Tunnelprojekten außerhalb des Bergbaus zum Einsatz und sichert überall auf der Welt den Erfolg spektakulärer Bauvorhaben – so etwa beim längsten Unterwassertunnel der Erde, dem Eurotunnel zwischen Frankreich und England, beim Gotthard-Basistunnel, dem weltweit längsten Eisenbahntunnel, mitten durch das Gotthard-Massiv und 2.500 Meter tief unter den Schweizer Alpen hindurch, bei Projekten im Himalaya, am Brenner und in Hongkong, beim weltstärksten Teilchenbeschleuniger am Cern in Genf, bei Abwassertunneln in den USA, Wasserkraftwerken in Lesotho und Island sowie bei vielen Metroprojekten weltweit. Ein Wissensmonopol aus dem Bergbau an der Ruhr. Globaler Wissensexport Know-how-Transfer aus der Bergbautechnologie Gyromat 5000: Wer untertägige Strecken vermisst, liefert auch im Tunnel Präzision. FOTO: DMT, ESSEN Wissen ist das Kapital der Kohle: Ob Eurotunnel oder London Eye, der Flughafen Jeddah oder der Gotthard-Basistunnel, die megalithischen Tempel von Malta, Offshore-Kranschiffe im Golf von Mexiko oder der Teilchenbeschleuniger Cern – wo Technologie Großes vollbringt, sorgt Wissen aus dem Bergbau für Sicherheit und Präzision.


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