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16 GLÜCK AUF. WISSEN. Freitag, 28. April 2017 Im Rahmen des Projekts CultNature entstehen etwa Biomasseplantagen, die auch als Parklandschaft genutzt werden können. GRAFIK: BÜRO DRECKER Wo Bergbau war, bleibt Energie: Wärme aus Geothermie und Grubenwasser, Biomasseparks und Pumpspeicherkraftwerke, CO₂-neutrale Quartiere und die Nutzung von Bergbauflächen mit Bioenergie, Sonne und Wind – wo Kohle war, fördert die RAG jetzt häufig erneuerbare Energie und damit die Zukunft der Energieversorgung in Stadt und Land. Geothermie und Grubenwasser Wärme aus der Tiefe: Grubenwasser bietet ein hohes Potenzial energetischer Nutzung, kommt es doch mit einer Temperatur von bis zu 28° C an die Tagesoberfläche. Wärme aus Grubenwasser heizt schon heute gut, etwa in Bochum von der Zeche Robert Müser eine Feuerwache, ein Schwimmbad und eine Grundschule oder in Essen durch Schacht Zollverein 1/2 das Sanaa-Gebäude auf dem Weltkulturerbe. Ebenso ermöglichen Geothermie Technologien eine direkte Nutzung der Erdwärme. Biomassepark Europa-Premiere: Der „Biomassepark Hugo“ auf dem Gelände des früheren Bergwerks Hugo 2/5/8 in Gelsenkirchen ist die erste großflächige Kurzumtriebsplantage überhaupt in einem europäischen Ballungsraum. Die Fläche von 22 Hektar beherbergt eine nachhaltig angelegte Parkanlage mit schnell wachsenden Gehölzen und bietet Raum für Bürger und für die Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen. Pumpspeicherkraftwerke Energie speichern: Europa braucht Energiespeicher für die Produktionsspitzen erneuerbarer Energien. Eine globale Aufgabe – und eine zukunftsweisende Lösung. Die RAG will die vorhandene Infrastruktur des Bergbaus für die Installation untertägiger Pumpspeicherkraftwerke nutzen und mit Wasserkraft in Spitzenzeiten Energie speichern, um in Mangelzeiten Strom zu erzeugen und ins Netz einzuspeisen. NRW und die EU unterstützen eine Machbarkeitsstudie – schon bald könnte Prosper-Haniel in Bottrop vom Bergwerk zum Kraftwerk und zur Batterie werden und so die Energiewende vorantreiben. CO2-neutrales Stadtquartier Energie-Plus-Standort in Dinslaken: Im April 2016 nahm die RAG eine Windenergieanlage auf der Halde Lohberg-Nord in Betrieb, deren Kapazität das angrenzende Kreativ.Quartier Lohberg und den Stadtteil Lohberg mit Strom versorgt. Großflächige Dächer bieten Platz für Solarmodule, hinzu kommt eine Biomasseanlage. Auf dem ehemaligen Zechenstandort und in der benachbarten Gartenstadt entsteht Deutschlands größtes zusammenhängendes CO₂-neutrales Stadtquartier. CultNature Bio-Energie-Parklandschaften: Bergbauflächen für Eigentümer und Kommunen ästhetisch, ökonomisch und ökologisch gewinnbringend nutzbar zu machen – das ist das Ziel von CultNature. Mit der nachhaltigen Entwicklung von Energieflächen für Sonne, Wind und Biomasse will CultNature einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz im urbanen Raum Ruhr leisten und die Region attraktiv machen – für Wohnen, Produzieren, Arbeit und Freizeit. Raum für neue Energien Innovationen für die Region Auf dem ehemaligen Bergwerk Lohberg entsteht ein CO2-neutrales Stadtquartier. FOTOS (2): DIETMAR KLINGENBURG Die untertägige Infrastruktur ehemaliger Bergwerke ist für Pumpspeicherkraftwerke nutzbar. GRAFIK: DIETER DUNEKA Mit der Wärme aus dem Grubenwasser der Zeche Robert Müser werden umliegende Gebäude beheizt.


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