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GLÜCK AUF. WISSEN. 13 THGA praxisnahe Studiengänge an – drei Studierende geben Einblick in die Hochschule und ihre Fächer NICOLE SENGER Ist ausgebildete Werkstoffprüferin und studiert berufsbegleitend „Angewandte Materialwissenschaften“ im Bachelorstudiengang. Als „Studi-Kumpel“ ist sie an der THGA Ansprechpartnerin für Studieninteressierte. Wie kamen Sie zum Studium „Angewandte Materialwissenschaften“? Ich war schon früh technisch interessiert und hatte in der Oberstufe Informatik, Mathe und Physik als Leistungsfächer gewählt. So kam ich darauf, etwas in Richtung Technik und Maschinenbau, speziell Materialwissenschaft zu machen. Schon während meiner Ausbildung zur Werkstoffprüferin im Labor der Fachhochschule Süd-Westfalen Soest habe ich mich gemeinsam mit einer Freundin für dieses Studium entschieden. Warum studieren Sie das Fach ausgerechnet an der THGA? Ich wohne und arbeite in Soest, sodass nur ein Studienort in der Nähe möglich ist. Die FH in Soest und die meisten Unis im Ruhrgebiet bieten nur ein klassisches Maschinenbaustudium mit Konstruktions- oder Anlagentechnik in Vollzeit an. Ich wollte aber speziell Materialwissenschaft studieren und gleichzeitig arbeiten, um weitere Praxiserfahrungen zu sammeln. An der THGA kann ich beides kombinieren. Wie bringen Sie Studium und Job unter einen Hut? Das erfordert viel Selbstdisziplin, aber man gewöhnt sich daran. Wenn ich abends bis 22 Uhr Vorlesungen habe, schlafe ich hier in Bochum und fahre früh morgens nach Soest zur Arbeit. Aber ich finde es einfacher, hier in der Gruppe anstatt zu Hause alleine zu studieren. Außerdem wird man hier gut betreut. Womit beschäftigen sich Werkstoffprüfer und Materialwissenschaftler? Man prüft Werkstoffe auf die einzelnen charakteristischen Merkmale: Festigkeit, Härte und sonstige materialbestimmende Eigenschaften. Im Job analysiere ich Schadensfälle, wenn z. B. Bauteile gebrochen sind. Im Studium kommen dann Qualitätsmanagement und die Entwicklung von neuen Werkstoffen u. a. hinzu. Sie müssen so miteinander kombiniert werden, dass sie besonders effizient, leistungsstark, kostengünstig und langlebig sind. Wo möchten Sie später tätig werden? Am liebsten möchte ich in einem metallverarbeitenden Betrieb im Qualitätsmanagement-Bereich arbeiten oder sogar in Forschung und Entwicklung in der Industrie. DENNIS LYSKAWKA Studiert berufsbegleitend „Elektro- und Informationstechnik“ im Masterstudiengang. Für seine Bachelorarbeit entwickelte er eine Software, mit der sich Lichtquellen individuell mit Gesten bedienen lassen. Damit belegte er auf der Fachmesse „belektro“ 2016 den 1. Platz im Ideenwettbewerb „Smart Lighting“. Warum haben Sie sich für ein Studium an der THGA entschieden? Ich bin nach der 10. Klasse vom Gymnasium abgegangen und habe eine Ausbildung zum Elektriker für Betriebstechnik beim TÜV Nord gemacht, die ich mit der Note 1 und einer Auszeichnung bestanden habe. Parallel zur Ausbildung habe ich an der Berufsschule mein Fachabitur nachgeholt, um meine Chancen in der Berufswelt zu verbessern. Danach wollte ich sofort arbeiten. Um meine berufliche Perspektive entscheidend zu verbessern, habe ich mich dann doch für ein Studium entschieden. Zur THGA kam ich über eine Empfehlung. Was schätzen Sie hier an der THGA? Es ist eine kleine Hochschule, an der man die Mitstudenten und Professoren kennt. Hier gibt es kleine Gruppen, individuelle Betreuung und kurze Wege zum Informationsaustausch. Manchmal ist das wie Privatunterricht. Sie haben eine Software entwickelt, mit der sich Lichtquellen mit Gesten bedienen lassen. Wo lässt sich das einsetzen? Das System eignet sich nicht nur für Lichtquellen. Damit lässt sich eigentlich jedes elektronische Gerät per Handschlag steuern – vom Fernseher bis zur Klimaanlage. Es ist aber auch für den Bereich „Assisted Living“ zu Hause oder in einer Pflegeeinrichtung geeignet. In Notfällen, z.B. wenn eine Person auf dem Boden liegt, könnte automatisch ein Alarmsignal ertönen oder der Rettungswagen alarmiert werden. Wo geht beruflich die Reise für Sie hin? Da bin ich noch nicht festgelegt. Aktuell arbeite ich als Werkstudent beim Lichtforum NRW: Mich reizt die Vielfältigkeit – von der Industrieautomation über die Smart-Buildings-Technologie bis hin zur Energietechnik und Speicherung bei den Erneuerbaren. Jeder Bereich ist vielversprechend. Aber in Forschung und Entwicklung zu arbeiten, wäre natürlich großartig. Egal ob an einer Hochschule oder in der Industrie – da wäre ich flexibel.


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