RAG_Seite2

2014_10_06_Glueck_auf_Zukunft

INHALT EDITORIAL Liebe Leserinnen und Leser, Vor uns liegen große Herausforderungen. Im aktiven Bergbau lautet das Ziel, unseren gesetzlichen Auftrag umzusetzen und den Auslauf des deutschen Steinkohlenbergbaus bis zum Ende des Jahres 2018 sozialverträglich zu gestalten. Zugleich müssen wir schon heute nachhaltige Lösungen für die Anforderungen der Bergbaunachfolge anbieten. In vielen Regionen ist das schon längst Realität. Man kann sagen: „Die Nachbergbauzeit hat bereits begonnen, und die RAG gestaltet sie aktiv mit.” Die RAG handelt seit jeher nachhaltig – sei es im Bereich der Wirtschaftlichkeit, des Umweltschutzes oder im Umgang mit unseren Mitarbeitern und der Region. Bergbau und Nachhaltigkeit, das gehört unweigerlich zusammen. Und das bleibt auch nach dem Auslauf des deutschen Steinkohlenbergbaus im Jahr 2018 so. Nicht zuletzt mit der Strategie 2020 stellte die RAG auch die Bearbeitung von Bergbaufolgethemen in den Fokus. Jetzt geht es darum, die bisherigen Anstrengungen, Kompetenzen und Erfahrungen zu bündeln, zu überprüfen sowie messbar und transparent zu machen. Wir sind den Menschen in der Region verpflichtet – und bleiben diesem Anspruch auch weiterhin gerecht. Gleichzeitig hat sich das Thema Nachhaltigkeit zu einem wirtschaftlichen Faktor entwickelt. Die Erwartungen und Anforderungen an Unternehmen steigen – und das Interesse von Politik, Öffentlichkeit und auch Investoren an ihrem Handeln nimmt immer mehr zu. Auch wir bei der RAG stellen das zunehmend fest. Das systematisch voranzutreiben sichert uns den Erfolg, denn: Wer heute von Nachhaltigkeit spricht, wird daran gemessen. Nachhaltigkeit ist mit klar definierten Anforderungen und Kriterien verbunden, deren Herausforderungen wir uns stellen. Die nachhaltige Ausrichtung unseres Geschäfts ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess, der sich permanent den gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen anpassen muss. Man kann sogar sagen: „Es geht um noch mehr: Nachhaltigkeit ist eine Haltung, mit der ein Unternehmen seinem Umfeld begegnet.“ Nur wenn wir alle diese Haltung annehmen und weiterhin gemeinsam so verantwortungsbewusst handeln, gelingt es uns, den Auslauf bis zum Jahr 2018 zu sichern sowie unser Know-how und unser kulturelles Erbe in die Zukunft zu tragen. Ein herzliches Glückauf Bernd Tönjes, Vorsitzender des Vorstands der RAG Aktiengesellschaft Liebe Bergbau-Freunde, Nachhaltigkeit – ein Begriff, den man überall hört und den man nur schwer greifen kann. Wie passt er nun zum Bergbau, und welche Rolle spielt die RAG dabei? Gerade und besonders aus Sicht der Mitbestimmung ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, denn sie stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Nachhaltig zu handeln ist ein klares Bekenntnis der RAG, sich nicht nur an wirtschaftlichen, sondern auch an ökologischen Gesichtspunkten auszurichten. Das bedeutet insbesondere auch, Verantwortung für die Mitarbeiter zu übernehmen. Bei Belegschaftsthemen handelt die RAG seit jeher vorbildlich. Das reicht von Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen bis hin zu den zahlreichen Angeboten zur Qualifizierung, Umschulung und Weitergabe von Fachwissen. Insgesamt geht es darum, den Auslauf sozialverträglich zu gestalten. Denn nach wie vor gilt im Unternehmen der Leitsatz „Kein Bergmann darf ins Bergfreie fallen.” Dass das so reibungslos funktioniert, basiert nicht zuletzt auf einer starken Sozialpartnerschaft im Unternehmen. Vor 60 Jahren verabschiedete der Deutsche Bundestag das Montan-Mitbestimmungsgesetz. Es ebnete den Weg für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern – weit bevor sich Nachhaltigkeit als Begriff etablierte. Lange Zeit setzte die Öffentlichkeit den Nachhaltigkeitsbegriff lediglich mit dem Umweltschutz gleich – die drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales bedingen sich jedoch gegenseitig und können nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Deswegen will auch die IGBCE das Thema verstärkt in der politischen und gesellschaftlichen Debatte voranbringen und betont dabei besonders die soziale Dimension. Ein geordneter Arbeitsmarkt, faire Arbeitsbedingungen und gerechte Entlohnung, Sicherheit durch Tarifverträge, Partizipation und gute Arbeit sind für die Gewerkschaft maßgeblich für soziale Nachhaltigkeit. Mitbestimmung und Sozialpartnerschaft sind maßgebliche Voraussetzungen für deren Verwirklichung. Nachhaltigkeit beginnt immer vor Ort. Beim Menschen. Die Mitarbeiter sind der Erfolgsfaktor für eine nachhaltige Ausrichtung: Die RAG kann das Thema nur dann erfolgreich vorantreiben, wenn es jeder Einzelne in der gesamten Belegschaft trägt. Nachhaltigkeit geht uns alle an. Nur gemeinsam lösen wir die vor uns stehenden Aufgaben. Herzliches Glückauf Norbert Maus, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Betriebsräte im RAG-Konzern Bergarbeiter der Zeche Holland im Jahr 1983. FOTO: GERO HELM/WAZ FOTOPOOL ERBE DES BERGBAUS Verantwortung übernehmen, gestern, heute und morgen Seite 3 NACHHALTIGKEIT Die RAG schafft kreativen Mehrwert für das Land Seite 4-5 Die Zeche Zollern, das erste deutsche Industriedenkmal. FOTO: FLICKR/H. POHL SOZIALE VERANTWORTUNG Gelebte Erinnerungskultur Seite 6 EWIGKEITSAUFGABEN Wirtschaftliche Wasserhaltung Seite 7 ÜBERSICHT Nachhaltiges Handeln bei der RAG – über wie unter Tage Seite 8 Halde Rungenberg FOTO: HANS BLOSSEY 1296 1816 1855 1922 Urkundlich ist der erste Kohlebergbau für Dortmund im Jahre 1296 bei Haus Schüren belegt. Die erste Kokerei wird auf der Zeche Vereinigte Sälzer & Neuack in Essen gebaut. Der Mangel an qualifizierten Bergarbeitern führt zum zecheneigenen Wohnungsbau. Mit der Bereitstellung von günstigem Wohnraum sollen Arbeitskräfte an die Zeche gebunden werden. Die höchste Beschäftigtenzahl im Ruhrbergbau mit 576 644 Beschäftigten wird erreicht. Ruhrkohle: IMPRESSUM FUNKE-Mediengruppe WAZ | NRZ | WR | WP | IKZ Verlag: FUNKE MEDIEN NRW GmbH, Friedrichstraße 34 – 38 45128 Essen Sitz Düsseldorf Registergericht Düsseldorf HRB 68934 Geschäftsführer: Manfred Braun, Thomas Ziegler Telefon: +49-(0)201-804-0 Fax: +49-(0)201-804-23 52 Leitung Anzeigen Markus Röder (V.i.s.d.P.) Kontakt Anzeigen Telefon 0201-804-2441 anzeigenzentrale@funkemedien.de www.derwesten.de www.westseller.de Leitung Produktmanagement Lothar Henschel Produktmanagement Philipp Jann, Telefon: 0201-8041579 Objektleitung Christian Leetz, Telefon: 0201-804-2918 Christof Beike Redaktion und Produktion Christian Leetz (Vi.s.d.P.), Mona Contzen Druck Druckhaus WAZ GmbH & Co.Betriebs KG 45128 Essen, Friedrichstr. 34-38 Druck- und Verlagszentrum GmbH&Co.KG Hohensyburgstraße 67, 58099 Hagen Titelfoto: Dietmar Klingenburg/RAG Einegroße Geschichte


2014_10_06_Glueck_auf_Zukunft
To see the actual publication please follow the link above