Page 6

160524_RAG_Online_Nachhaltigkeitsbericht_2015

VORWORTE Liebe Leserinnen und Leser, Bernd Tönjes Vorsitzender des Vorstands der RAG Norbert Maus Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Betriebsräte im RAG-Konzern und des Gesamtbetriebsrats der RAG Deutsche Steinkohle Ende des Jahres 2018 läuft der deutsche Steinkohlen- bergbau aus. Über 200 Jahre formte er aus Dörfern Städte und industrielle Zentren. Über Jahrzehnte lieferte die Steinkohle Wirtschaftskraft für die Reviere und die gesamte Bundesrepublik. Der Bergbau hat aber auch die Landschaften sichtbar gezeichnet; auch nach dem Ende der Förderung sind seine Folgen spürbar. Doch die unvermeidlichen Auswirkungen lassen sich auf verantwortungsvolle Weise regulieren und mildern. Wir stellen uns der Herausforderung, für die Folgen des Steinkohlenbergbaus Verantwortung zu übernehmen – auch nach der Zeit des aktiven Bergbaus. In dieser Publikation geben wir einen Überblick über die Strategien, Ziele und Maßnahmen der RAG, dieser Verantwortung nachzukommen. Dazu gehören umweltbewusstes Handeln und solides Wirtschaften ebenso wie sozialverträgliche Vereinbarungen. Unsere Berichterstattung orientiert sich an den Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex und soll so diese Bestrebungen transparent abbilden. Sie ist auch als Dialogangebot zu verstehen, mit dem wir auf die Interessen von Politik und Öffentlichkeit zugehen. So wollen wir Impulse für die Entwicklung unserer Städte setzen, zur wirtschaftlichen Entwicklung der Regionen beitragen und das kulturelle Erbe des Bergbaus in die Zukunft tragen. Ein herzliches Glückauf Nachhaltigkeit – ein Begriff, der heutzutage in aller Munde ist und den man nur schwer greifen kann. Wie passt er zur RAG? Gerade und besonders aus Sicht der Mitbestimmung ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Schritt, denn sie stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Seit jeher trägt die RAG Sorge für ihre Belegschaft. Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen sind ebenso selbstverständlich wie vielfältige Angebote zur Qualifizierung, Umschulung oder Weiterbildung. Unsere größte gemeinsame Herausforderung besteht darin, den politisch beschlossenen Auslauf des Steinkohlenbergbaus sozialverträglich zu gestalten. Denn nach wie vor gilt im Unternehmen der Leitsatz, dass kein Bergmann ins Bergfreie fallen darf. Bislang ist uns das sehr gut gelungen. Wir werden uns in den nächsten Jahren dafür einsetzen, dass das auch so bleibt. Das Fundament dafür bildet die gelebte Sozialpartnerschaft, die ein unveräußerlicher Teil unserer Bergmannskultur ist. Nachhaltigkeit beginnt immer vor Ort. Beim Menschen. Die RAG übernimmt Verantwortung für ihre Mitarbeiter – und umgekehrt. Nur gemeinsam lösen wir die vor uns stehenden Aufgaben. Ein herzliches Glückauf 6


160524_RAG_Online_Nachhaltigkeitsbericht_2015
To see the actual publication please follow the link above