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160524_RAG_Online_Nachhaltigkeitsbericht_2015

KULTUR UND SOZIALES Zukunft braucht Herkunft Ab dem Jahr 2019 wird in Deutschland keine Steinkohle mehr gefördert, der Auslauf ist politisch gewollt und gesetzlich verankert. Für die RAG bringt das einen in der Industriegeschichte wohl einmaligen Transformationsprozess mit sich: vom großen produzierenden Konzern hin zu einem Unternehmen eher mittelständischer Größe, das sich um Bergschäden, um die dauerhafte Wasserhaltung sowie um die Flächenentwicklung kümmert. Die besondere Herausforderung für die RAG besteht dabei darin, sich einerseits Veränderungen nicht zu entziehen und andererseits ihre Identität zu bewahren. Damit das gelingt, findet eine offene Diskussion statt, in deren Mittelpunkt die Frage steht: Wer will das Unternehmen morgen sein? Auch wenn es darauf noch keine endgültige Antwort gibt, steht fest, dass den im Unternehmen gelebten Werten auch in Zukunft eine wichtige Rolle zukommt. Zusammenhalt und Solidarität, Stolz und Bergmannsehre prägen die RAG und ihre Mitarbeiter heute – und bilden das Fundament für die zukünftige Identität. Diesem Fundament kommt auch in der Zeit bis zum Jahr 2018 eine große Bedeutung zu. Auf dem Weg bis zum endgültigen Ende der Steinkohlenära spielt die Initiative „Glückauf Zukunft!“ eine wichtige Rolle, unter deren Dach verschiedene Projekte und Aktionen der RAG, der RAG-Stiftung, von Evonik sowie weiterer Akteure gebündelt werden. Zum einen geht es dabei darum, den Steinkohlenbergbau würdig zu verabschieden und gleichzeitig den Strukturwandel in den Regionen mit neuen kraftvollen Impulsen voranzutreiben. Zum anderen sollen Wertschätzung und Stolz der Kumpel, die noch viele Monate in den Bergwerken im Einsatz sind, sichergestellt werden. Dazu will die Initiative ein Wir-Gefühl und eine Aufbruchsstimmung erzeugen. Gerade weil im Jahr 2018 für die RAG mit dem Ende der Steinkohlenförderung eine tiefgreifende Veränderung ansteht, richtet das Unternehmen den Blick nach vorn und arbeitet gezielt an der eigenen Zukunft. Unternehmensumfragen zeigen: Mitarbeiter sind stolz darauf, für die RAG zu arbeiten. Identität 2018 34


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