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und der Vorstand gehören ebenso dazu wie der frühere „Gastarbeiter“, der doch auf Dauer blieb, der Betriebsrat, der Bergaufsichtsbeamte und die Bergarbeiterfrau. Unterschiedlichste Biografien stehen sich gegenüber, etwa die des Bergarbeiters, dessen Vater und Großvater schon „auf Zeche gingen“, oder die des Heimatvertriebenen, dem der Bergbau die Möglichkeit bot, sich eine neue Existenz aufzubauen. Die Historiker wollen auf diese Weise erfahren, wie die Menschen in den Bergbauregionen ihre Lebens- und Arbeitswelt wahrgenommen haben, und damit die wissenschaftliche Forschung zum deutschen Steinkohlenbergbau um die lebensgeschichtliche Überlieferung ergänzen. Für die Einbettung der Montangeschichte in die zeithistorische Forschung ergeben sich hierdurch signifikante Perspektiven. Sequenzen der Videointerviews sowie die vollständigen Transkripte werden zudem der Öffentlichkeit auf einer Internetseite als digitaler Gedächtnisspeicher zugänglich gemacht. Das Projekt soll bis zum Jahr 2018 abgeschlossen sein. In der Gesamtschau ergibt sich so eine einzigartige Dokumentation der Lebensläufe, Erinnerungen und Erfahrungen von Zeitzeugen, die Geschichte greifbar macht. Seit dem Start des Projekts sind bereits 20 Interviews geführt und aufgezeichnet worden. Die Sicherung der Gespräche nach archivfachlichen Standards ermöglicht eine dauerhafte 33 Alle Videoaufnahmen werden transkribiert und mit Schlagworten versehen. Nutzung des Materials durch Wissenschaft, Medien, Museen und Schulen. Somit bleibt das Wissen über den Bergbau als prägender Faktor für die Kultur der Region lebendig – und auch dann noch erhalten, wenn eines Tages keine Zeitzeugen mehr ihren Kindern und Enkeln aus erster Hand berichten können. FALLBEISPIEL Die standardisierten Interviews erfolgen nach wissenschaftlichen Kriterien.


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