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160524_RAG_Online_Nachhaltigkeitsbericht_2015

• VERANTWORTUNGSVOLLES FINANZMANAGEMENT Unternehmen seit dem Jahr 2007 Beihilfen in Höhe von rund 2,7 Milliarden Euro nicht in Anspruch genommen. Für den Stilllegungszeitraum der Bergbaubetriebe und für die Altlasten des Steinkohlenbergbaus nach dem Jahr 2018 hat die RAG die erforderlichen Rückstellungen gebildet. Die Finanzmittel dafür hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren aus den geleisteten Plafondmitteln angesammelt beziehungsweise wird sie von der öffentlichen Hand auf Basis des Steinkohlefinanzierungsgesetzes und ergangener Bewilligungsbescheide noch ausgezahlt erhalten. Mit den der RAG zufließenden Geldmitteln ist sichergestellt, dass die RAG jederzeit ihre Verpflichtungen gegenüber Dritten erfüllen kann. UNTERNEHMENSSTEUERUNG Zuständig für die Unternehmensplanung der RAG ist ein Steuerkreis, der seit dem Jahr 2005 strategisch an den Vorstand berichtet. Ihm gehören Mitglieder aus den Bereichen Gesamtplanung/Unternehmenssteuerung, Rechnungs und Beihilfewesen sowie Belegschaft an. Bei Bedarf werden Experten zu Sonderthemen wie beispielsweise Konzernentwicklung oder Steuern hinzugezogen. Die Unternehmensplanung bildet die Grundlage für das strategische und operative Handeln der RAG. In dem mehrstufigen Planungsprozess werden hierbei sowohl Daten zur Unternehmenssteuerung als auch für die Ergebnis- und Finanzplanung hergeleitet. Der Bereich Beihilfewesen zeichnet für den Nachweis der Subventionen verantwortlich. Er erbringt jedes Jahr gegenüber dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die entsprechenden Nachweise (Absatzmengen, Produktionskosten, Stilllegungsaufwendungen etc.) und begleitet die anschließende Prüfung durch ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen, das durch das BAFA beauftragt wird. 2015 erhielt die RAG Subventionen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro. Bereits heute beschäftigt sich das Unternehmen außerdem mit der Frage, wie die Nachweispflicht und Auszahlung der Beihilfen ab dem Jahr 2019 geregelt werden sollen. Hierzu steht die RAG in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie mit dem BAFA. ERFOLG OPTIMIEREN – SCHADEN ABWENDEN In die Planungs-, Steuerungs-, Kontroll- und Berichterstattungsabläufe auf allen Konzernebenen eingebunden ist das Risiko-Chancen-Managementsystem (RCM) der RAG. Dieses betrachtet nicht nur die gesetzlich und regulatorisch verpflichtenden Aspekte, sondern wird gleichzeitig als strategisches und operatives Steuerungsinstrument eingesetzt, um 94 % Für das Zuschussjahr 2015 wurden 1,4 Milliarden Euro Beihilfen (94 Prozent) angemeldet. „Die finanziellen Mittel für die Folgen des Steinkohlenbergbaus sind gesichert – auch über das Jahr 2018 hinaus.“ Dr. Jürgen Rupp, Vorstand Finanzen den wirtschaftlichen Erfolg zu optimieren beziehungsweise wirtschaftlichen Schaden abzuwenden. Die Grundzüge des RCM hat der Vorstand in risikopolitischen Leitsätzen festgelegt, verantwortlich für definierte Risikofelder sind die Risikomanagementbeauftragte sowie ein Lenkungsausschuss. Die kontinuierliche und systematische Identifikation, Analyse, Bewertung und Dokumentation aller wesentlichen Chancen und Risiken sowie entsprechender Maßnahmen erfolgt in den unternehmensspezifischen Hauptrisikofeldern. Die RAG-Konzernrevision hat im Berichtszeitraum das Risikomanagement in mehreren Organisationseinheiten des Konzerns geprüft. Ergebnis: Die gesetzlichen und unternehmensinternen Anforderungen wurden erfüllt. Die zusammengefasste Darstellung der wichtigsten Fakten im Überblick finden Sie im Internet unter www.rag.de/verantwortung/ unsere-berichterstattung/kennzahlen-und-ziele Risikomanagementsystem UNTERNEHMENSRISIKO HAUPTRISIKOFELDER MIT KERNFUNKTION • Produktion • Qualitäten und Vertrieb • Lagerstätte/Raumplanung • Technik- und Logistikdienste • Belegschaft • Einkauf • Beihilfewesen • Bilanzierung • Finanzen • Steuern • Informations-/ Kommunikationstechnik • Beteiligungen HAUPTRISIKOFELDER MIT QUERSCHNITTSFUNKTION • Gesamtplanung/ Unternehmenssteuerung • Kommunikation • Konzernentwicklung • Recht/Compliance • Arbeits-/Gesundheits- und Umweltschutz • Revision 23


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