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160524_RAG_Online_Nachhaltigkeitsbericht_2015

kreativen und immobilienwirtschaftlich nachhaltigen Konzepten werden wertvolle Flächen sinnvoll und sensibel in ihre städtebauliche beziehungsweise landschaftliche Umgebung integriert. ALTE STANDORTE ZU NEUEM LEBEN ERWECKEN Da jede Fläche individuell ist, gestaltet sich das Spektrum der Folgenutzungen vielfältig. Ein überregional bekanntes Beispiel für nachhaltige Quartiersentwicklung zeigt die bereits im Jahr 1997 realisierte Umnutzung der Zeche Mont Cenis in Herne-Sodingen. Rund um die Fortbildungsakademie des Innenministeriums NRW mit der damals weltweit größten Dach-Solaranlage entstand ein Quartier mit neuen Wohnungen, Einzelhandel und Arztpraxen sowie soziale Einrichtungen und Parkanlagen. Die Themen Logistik und Gewerbe prägen hingegen den nahezu vollständig entwickelten „Zukunftsstandort Ewald“ in Herten. Durch diese auf rund 50 Hektar realisierte Maßnahme ließ sich die Versiegelung wertvoller Böden vermeiden. Das Gelände bietet aber auch Raum für Zukunftstechnologien, so siedelte sich beispielsweise das Wasserstoffkompetenzzentrum Herten dort an. Beispielhaft für eine nachhaltige Flächenentwicklung im intensiven Dialog mit Bürgern steht das Kreativ.Quartier Lohberg (KQL) in Dinslaken. Durch die Partizipation der Menschen an Entwicklung und Planung, Kunst und Kultur des ehemaligen Bergwerksgeländes bis hin zur Mitgestaltung eines insgesamt 411 Hektar großen gesamten Stadtquartiers schaffen sich die Bewohner von Lohberg eine neue Heimat. Das rund 22 Hektar große Gelände des ehemaligen Bergwerks Hugo in Gelsenkirchen steht exemplarisch für den Beitrag der Entwicklung ehemaliger Bergbauflächen für die regionale Energiewende. Anstatt dass an anderer Stelle zusätzlich wertvolle landwirtschaftliche Nutzfläche verbraucht werden muss, bringt das Unternehmen hier vorhandene Ressourcen für eine Parkanlage mit schnell wachsenden Gehölzen ein – die erste großflächige Kurzum- Auf dem alten Zechenareal des Bergwerks Hugo in Gelsenkirchen entsteht ein 22 Hektar großer Biomassepark. FLÄCHENMANAGEMENT triebsplantage in einem europäischen Ballungsraum. Der Biomassepark wird als öffentlicher Raum gestaltet, damit er für entsprechende Projekte der Umweltbildung und für Freizeit- und Erholungszwecke offen steht. Ein weiterer Biomassepark wird gegenwärtig auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei Hassel projektiert. Im Saarland setzt das Unternehmen vermehrt auf erneuerbare Energien. Im August 2015 ging in Wellesweiler auf einer 3,4 Hektar großen Fläche der neunte Solarpark in der Region in Betrieb. Die zusammengefasste Darstellung der wichtigsten Fakten im Überblick finden Sie im Internet unter www.rag.de/verantwortung/ unsere-berichterstattung/kennzahlen-und-ziele Im Rahmen des interkommunalen Projekts „Wandel als Chance“ unterzeichneten im Februar 2014 das Land NRW, 21 Kommunen und Kreise, der Regionalverband Ruhr (RVR), die RAG Aktiengesellschaft und RAG Montan Immobilien die sogenannte Bergbauflächenvereinbarung, die dafür Sorge tragen soll, den Bergbau, die Träger öffentlicher Belange und die Investoren zusammenzuführen. Mit der Unterzeichnung verpflichteten sich die Partner zur vorausschauenden Revitalisierung von insgesamt 20 ehemaligen Bergbauflächen in NRW. Das Projekt „Wandel als Chance“ entstand im Jahr 2008 nach dem Beschluss zur schrittweisen Stilllegung der Steinkohlenförderung bis Ende des Jahres 2018. Das Ziel des Projekts lautet, mittel- und langfristig wirksame Konzepte zur wirtschaftlichen und sozialen Erneuerung umzusetzen, die großräumig wirksam sind. Wandel als Chance 17


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