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160524_RAG_Online_Nachhaltigkeitsbericht_2015

Altbergbau, Bergschäden und Bergbaufolgen ALTE SCHÄCHTE SICHERN Das Thema Altbergbau ist aufgrund der außerordentlich hohen Anzahl alter Tagesöffnungen, Schächte und Stollen von großer Bedeutung. In ihrem Zuständigkeitsbereich zeichnet die RAG derzeit für einen Bereich von rund 30.000 Hektar mit oberflächen- und tagesnahem Abbau sowie circa 7.400 alten Tagesöffnungen verantwortlich. Bei Lokalisierung, Erkundung, Sanierung und Monitoring kommen modernste Techniken zum Einsatz. Zu den Sicherungsmaßnahmen der Tagesöffnungen kommt eine aktive Suche nach tagesbruchgefährdeten Bereichen und – sofern erforderlich – deren Sanierung. Und wenn es um die Standsicherheit der teilweise jahrhundertealten Schächte und Stollen aus fremden Zuständigkeitsbereichen geht, steht die RAG mit ihrem Expertenwissen und ihren Technologien jederzeit zur Verfügung und ist gegebenenfalls auch als Dienstleister tätig. Die Altschächte der RAG sind kartiert und werden regelmäßig nach Vorgaben eines zertifizierten Managementsystems befahren. Welche Tagesöffnung saniert werden muss, hängt entscheidend davon ab, was sich in ihrem Gefährdungsbereich befindet. Hohe Priorität besitzen 14 die Folgen des Altbergbaus im Umfeld von Schulen, öffentlichen Gebäuden sowie Kinderspielplätzen. Derzeit werden von der RAG etwa 30 Schächte pro Jahr saniert, im Berichtszeitraum waren es insgesamt 41 alte Tagesöffnungen. BERGSCHÄDEN REGULIEREN Im heutigen Tiefenbergbau treten Schäden auf, wenn sich die Erdoberfläche aufgrund der darunter vom Abbau in bis zu 1.500 Meter Tiefe entstandenen Hohlräume senkt. Das kann zum Beispiel Risse in Bauwerken oder feuchte Keller verursachen. Bergschäden werden durch ein nach der internationalen Qualitätsnorm DIN EN ISO 9001 zertifiziertes Bearbeitungsverfahren reguliert. Die meisten der rund 25.500 neuen Meldungen pro Jahr enden einvernehmlich. Etwa 90 Prozent davon belaufen sich auf Schäden unter 5.000 Euro. Für strittige Fälle, etwa 90 pro Jahr, gibt es eine Schlichtungsstelle. Weniger als 20 Fälle im Jahr landen vor Gericht. Im Jahr 2015 beliefen sich die Gesamtkosten für die Schadensregulierung auf 170 Millionen Euro. Für die Schadensmeldung bietet die RAG ein Bergschadens-Service Center mit kostenloser Hotline an. NACHBERGBAU Auf sicherem Stand In Bezug auf Bergbaufolgen agiert die RAG auf zwei Ebenen: Zum einen gilt es, Bergschäden aus dem Tiefenbergbau zu regulieren. Zum anderen trägt die RAG auch Verantwortung für den oberflächennahen Altbergbau, für den das Unternehmen die Rechtsnachfolge übernommen hat. Der RAG-Konzern verfüllt stillgelegte Schächte komplett in Eigenregie.


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