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Wir übernehmen Verantwortung.

„Die Anforderungen verschärfen sich”

Markus Roth, stellvertretender Leiter Genehmigungsmanagement, über die Herausforderungen einer nachhaltigen Wasserwirtschaft.

Nach welchen Vorgaben muss sich die RAG bei der Wasserhaltung richten?

Die verbindliche Grundlage für unsere sämtlichen Aktivitäten im Wassermanagement bildet unter anderem die Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union beziehungsweise die daraus abgeleiteten Fachgesetze auf Bundes- und Landesebene. Die Richtlinie nennt generell Ziele für die Qualität von Grundwasser und Oberflächengewässern. Sie spielen für uns überall dort eine Rolle, wo sich der Bergbau wasserwirtschaftlich auswirkt. Wenn wir zum Beispiel Grubenwasser in einen Fluss einleiten, dürfen wir vereinbarte Zielwerte im Gewässer für Stoffe wie Eisen oder Chlorid nicht überschreiten.

Wie können Sie das garantieren?

Zum einen führen wir in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen selbst regelmäßig Wasseranalysen durch. Zum anderen kontrollieren die Behörden laufend die Wasserqualität.

Wie veränderten sich die Anforderungen im Laufe der vergangenen Jahre?

Früher ging es im Wesentlichen darum, Wasser schadlos in Flüsse abzuführen. Dabei galt es vor allem, dass die Gruben im aktiven Bergbau trocken bleiben, in Senkungsbereichen Landwirtschaft möglich ist und Hauskeller nicht volllaufen. In den letzten Jahrzehnten verschärften sich mit steigendem Bewusstsein für Umwelteinflüsse auch die Anforderungen für einen verantwortungsvollen, langfristig nachhaltigen Umgang mit Wasser im Bergbau deutlich, insbesondere seit Inkrafttreten der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Heute steht auch die Frage im Fokus, wie sich Einleitungen von Oberflächen-, Grund- oder Grubenwasser auf die Gewässerqualität auswirken. Festzuhalten ist, dass die RAG schon immer alle gesetzlichen Anforderungen erfüllte und sich darüber hinaus für die Verbesserung der Überwachungsmethoden einsetzte.

Vor welchen künftigen Herausforderungen steht die RAG?

Im Jahr 2015 läuft der mit Behörden und Öffentlichkeit vereinbarte sogenannte „erste Bewirtschaftungsplan“ aus, die nötigen Schritte zum Erreichen der Ziele sind dann neu abzustecken. Wir gehen davon aus, dass sich die derzeit geltenden Anforderungen an Oberflächengewässer und Grundwasser weiter verschärfen. Dem passen wir unsere Maßnahmen laufend an, zum Beispiel, wenn es darum geht, wie wir die Nebenflüsse des Rheins zielgerichtet entlasten.

 

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Markus Roth

Stellvertretender Leiter Genehmigungs- management

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