Auf uns ist Verlass. Jederzeit.
  • Offener Austausch, transparente Abläufe,
    klare Handlungsempfehlungen

    Die RAG verfolgt einen konsequenten Ansatz der Offenheit und Transparenz. Über die bereits erwähnten Dialoge hinaus laden RAG-Stiftung und RAG zum Beispiel gemeinsam zum sogenannten Zukunftsforum ein, um über Themen und Herausforderungen des Bergbaus und der Regionen ins Gespräch zu kommen.

    Die Veranstaltung bringt Experten aus Politik, Gewerkschaft und Wissenschaft zusammen und beleuchtet verschiedene Facetten der Transformationsprozesse in den Bergbauregionen. In diesen Austausch bringt sich die RAG mit ihren Lösungsansätzen und -kompetenzen ein. Daneben richtet sie sich jedes Jahr mit zahlreichen Bürgerveranstaltungen direkt an die Anwohner in den Bergbauregionen. Hier stehen speziell die Ewigkeitsaufgaben beziehungsweise das Grubenwasserkonzept im Mittelpunkt. Das Ziel lautet, die geplanten Maßnahmen aus erster Hand zu erläutern und offene Fragen zu beantworten. Den Gemeinden hat die RAG im Jahr 2015 zusätzlich angeboten, vor Ort zu informieren. Insgesamt fanden im vergangenen Jahr allein an der Saar knapp 40 Informationsveranstaltungen statt.

    Auch eine offene Kommunikation zum Thema PCB nimmt die RAG sehr ernst: Polychlorierte Biphenyle (PCB) waren in Hydraulikölen unter Tage aus Gründen des Brandschutzes behördlich vorgeschrieben. In den 1980er Jahren fand man heraus, dass sie eine schädliche Wirkung auf Gesundheit und Umwelt haben. Da das Grubenwasser in einigen Fällen Bereiche durchfließt, in denen PCB damals zum Einsatz kamen, lässt es die RAG regelmäßig durch unabhängige Messinstitute untersuchen. Ähnliches gilt für die Verbringung von Reststoffen unter Tage: Die RAG hat in den 1980er Jahren in Abstimmung mit der Landesregierung und den zuständigen Behörden entsprechende Reststoffe nach unter Tage verbracht. Schon damals wurde der Anstieg des Grubenwassers in einer entsprechenden Machbarkeitsstudie berücksichtigt.

    Die RAG wird in Zukunft einen unabhängigen internationalen wissenschaftlichen Begleitkreis initiieren, der die Auswirkungen des Grubenwasseranstiegs auf die Umwelt analysiert.

    Gelebte Compliance-Kultur

    Auch das Compliance Management System (CMS) der RAG, das seit dem Jahr 2007 aufgebaut wurde, dient der Offenheit und Transparenz. In dem Bewusstsein ihrer großen Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt sowie gegenüber Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären und Mitarbeitern schuf die RAG eine ausgeprägte Compliance-Kultur. Das Ziel lautet, sicherzustellen, dass sich das Unternehmen und seine Mitarbeiter gesetzes- und regelkonform verhalten und damit Risiken vom Unternehmen abgewendet werden. Compliance steht bei der RAG unter dem Motto „ehrlich, gewissenhaft, verlässlich“. Die Compliance-Ziele leiten sich direkt aus den durch den Vorstand festgelegten Unternehmenszielen ab. Für die alltägliche Umsetzung sorgt das CMS. Verantwortlich für die Koordination ist der Zentralbereich Recht/Compliance, dessen Leiter als Compliance-Beauftragter fungiert. Zentraler Baustein des CMS ist das Compliance-Programm, das auf einem Verhaltenskodex basiert, der für alle Mitarbeiter verbindlich ist. Ein Selbsttest, Schulungen und ein internes Kontrollsystem tragen zum Erreichen der Compliance-Ziele bei.

    Im Berichtszeitraum standen hinsichtlich Compliance vor allem die Themen Umweltschutz, Einkaufsprozesse und Vergabeverfahren sowie allgemein die Korruptionsprävention im Fokus. Für das Jahr 2015 wurden keine wesentlichen Verstöße festgestellt, die zu melden wären. Mit dem Rückzug aus dem Bergbau rücken künftig die Desinvestition sowie der Übergang in die Nachbergbauzeit stärker ins Blickfeld.

    Die RAG Konzernrevision GmbH, eine 100-prozentige Tochter der RAG Aktiengesellschaft, nimmt alle Aufgaben einer internen Revision wahr und übernimmt im Auftrag der Unternehmensleitung eine wichtige Kontrollfunktion. Im Rahmen ihrer Tätigkeit überprüft sie auch die Einhaltung von Compliance.