Hilfe bei der Jobsuche
18.01.2010 – Das Projekt „Ganzheitliches Integrationscoaching“ (GINCO) unterstützt junge Menschen bei der Suche nach einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle. Im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit führt die RAG BILDUNG in Gelsenkirchen das Projekt gemeinsam mit dem Berufskolleg Königstraße durch.
Die Teilnehmer des GINCO-Projekts absolvieren am Berufskolleg Königstraße ein Berufsgrundschuljahr. Darin enthalten ist ein schulisch begleitetes Betriebspraktikum, durch das die Teilnehmer Einblicke in die Arbeitswelt bekommen und mögliche Arbeitgeber kennenlernen können. Darüber hinaus coacht Sinan Cenk, Mitarbeiter der RAG BILDUNG in Gelsenkirchen, die Jugendlichen. „Es wird z. B. auch eine Art Knigge-Kurs durchgeführt, in dem auf Benimm-Regeln eingegangen wird. Zudem gibt es eine Einzelfallbetreuung. All das findet vor Ort am Berufskolleg statt“, so Olaf Pierkes, Standortleiter der RAG BILDUNG.
Mittlerweile ist GINCO bereits in der zweiten Runde. Jeweils 20 Personen können pro Durchgang teilnehmen. „Das Projekt läuft für jede Gruppe über ein Schuljahr. Für den Erfolg ist die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten entscheidend“, erläutert Hannelore Pohl, die Schulleiterin des Berufskollegs Königstraße.
Zu der ersten Gruppe, die im Februar 2009 angefangen hat, gehörten auch Jessica Stolot und Semih Akar. Beide absolvieren ihre Ausbildung seit dem 19. Oktober 2009 im Restaurant „Gastlichkeit Tigges“ über das Sonderprogramm „Einstiegsqualifizierung Jugendlicher“ (EQJ) der Bundesagentur für Arbeit. Dabei übernimmt die Agentur für Arbeit die Ausbildungsvergütung der beiden Auszubildenden bis zum 31. August 2010. „Dadurch haben wir die Möglichkeit, zwei Teilnehmer auszubilden. Davon profitieren die Jugendlichen und auch wir als Betrieb. Ich halte das gesamte Projekt für sehr gelungen“, erklärt Nicole Szczepaniak vom Restaurant Tigges.
Begleitet wird das Projekt „Ganzheitliches Integrationscoaching“ außerdem vom Institut für empirische Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Auf wissenschaftlicher Basis werden Daten wie z. B. Vermittlungsquoten ausgewertet und das Projekt wird empirisch erfasst.
