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N a c h h a l t i g k e i t Steinkohle Nachbergbau 2 3 für das Land bedeutet gestaltende Verantwortung für die nachfolgenden Generationen. Netz eingespeist. Auf dem Glaskubus der dort errichteten Fortbildungsakademie des Innenministeriums des Landes NRW gewinnt die größte dachintegrierte Solaranlage der Welt umweltschonend Energie. Für die RAG bedeuten erneuerbare Energien weit mehr als Zeitgeist und gesellschaft - liche Debatte. Im Jahr 2011 richtete die RAG ihre Unternehmensstrategie neu aus. „Er - neu er ba re Energien“ bilden neben Führung, Or ganisation, Personal, Kommunikation, Produktionssystem, Altlasten, Immobilien, Verkauf sowie Vermarktung von Bergbau- Equipment und -Know-how ein Handlungsfeld, wenn es darum geht, die RAG in die Zeit nach 2018 zu führen. Insgesamt engagiert sich das Unternehmen derzeit in über 70 Projekten. Der Erfolg spricht für sich: Mit RAG Montan Immobilien entstehen auf Halden und Freifl ächen Wind- und Sonnenenergieanlagen, Letztere vor allem im sonnenintensiveren Saarland. Auf einer ehemaligen Kohlenlagerfl äche in Sulzbach produziert eine erste Photovoltaikanlage rund sieben Megawatt Strom und versorgt damit etwa 1500 Haushalte. An der Ruhr setzt die Konzerntochter dagegen stärker auf eine starke Brise. Gemeinsam mit kommunalen Partnern entstehen auf geeigneten Bergehalden Windparks. Neben Wind und Sonne spielen auch nachwachsen- de Rohstoff e wie Biomasse eine zunehmend wichtige Rolle. In Gelsenkirchen, auf dem ehemaligen Gelände der Kokerei Hassel oder auch auf dem Areal des einstigen Bergwerks Hugo nutzt RAG Montan Immobilien ihre Flächen für den Anbau nachwachsender Rohstoff e zur Energieversorgung. Indes überprüft der Servicebereich Standort- und Geodienste bei der RAG derzeit Möglichkeiten, mit untertägigen Pumpspeicherkraft werken Beiträge zur heimischen Energieversorgung zu leisten. Ein schlüssiges Konzept soll bis zum Jahr 2018 vorliegen. Die Beispiele zeigen die Vielfalt der Möglichkeiten für die zukünft ige Nutzung ehemaliger Zechengelände und ihre nachhal ti ge Entwicklung. Nachhaltigkeit im Flächenmanage ment geht für die RAG aber noch einen Schritt weiter. Sie will neue Impulse setzen. Im Kern geht es darum, die ehemaligen Bergbauareale auch für die nachfolgenden Generationen attraktiv zu gestalten und langfristig wertvolle Lebensräume zu schaff en. InnovationCity, Bottrop Seit zwei Jahren präsentiert sich Bottrop als Modellstadt und Labor für die Energiewende. Der Anspruch lautet, in der Innenstadt sowie in sechs weiteren Stadtteilen die CO2-Emmissionen bis zum Jahr 2020 zu halbieren und die Lebensqualität zu steigern. Ein Management - team identifi zierte hierfür 125 Einzelprojekte in fünf Handlungsfeldern. So soll die Abwärme der Kokerei Prosper Schulen beheizen, ein Kran- kenhaus lässt sich energetisch sanieren, und eine Kläranlage wird energieautark. Ein anderes Projekt schaff t sogenannte Zukunftshäuser und baut jeweils drei Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Geschäftshäuser zu Plusenergiehäusern um. Eine „Energiewende von unten” nennen es die Verantwortlichen, da der Plan nur funktioniert, wenn die Bevölkerung aktiv mitmacht. So, wie die Stadt ihren Beitrag leisten muss, müssen Eigentümer zur energetischen Sanierung ihrer Häuser Bereitschaft zeigen. Unterstützung bei der Entscheidung erhalten sie durch die Industrie, die das Projekt fi nanziert. Die Handwerkerleistungen bezahlen die Eigentümer, für den Rest kommen die Unternehmen auf. Als Träger des Modellprojekts InnovationCity Bottrop tritt der Initiativkreis Ruhr auf, ein Zusammenschluss von rund 60 Ruhr gebiets- Unternehmen, zu denen auch die RAG gehört. Zudem zählt RAG Montan Immobilien seit kurzem zu den Gesellschaftern des Projekts. Duhamel, Ensdorf Das überregionale Leitprojekt der RAG Montan Immobilien an der Saar bildet die Entwicklung einer zukunftsweisenden und nachhaltigen Folgenutzung für die etwa 100 Hektar große Tagesanlage und Bergehalde des ehemaligen Förderstandorts Duhamel in Ensdorf. Gerade mal ein Jahr nach dem bewegenden Abschied vom Bergbau im Saarland stand der Masterplan zum Premium-Standort „Duhamel – Geschichte mit Zukunft”. Die Entwicklung erfolgt in Kooperation mit dem Land, den Kommunen und den Bürgern vor Ort. Sie arbeiten gemeinsam daran, etwas zu entwickeln, das sich als nachhaltig und innovativ erweist, das zur Region passt, wirtschaftlich machbar, ökologisch sinnvoll und attraktiv für die Menschen ist. In der sich nun anschließenden Phase zwei wird der Masterplan weiter konkretisiert, um an ausgesuchten städtebaulich relevanten Stellen des Masterplans Vorschläge zur konkreten Ausgestaltung von Freiräumen einzubringen, aber auch um die bisherigen Planungen vertiefend auf ihre technische, wirtschaftliche, ökologische und rechtliche Machbarkeit hin zu prüfen. Mont Cenis, Herne Der ehemalige Zechenstandort verwandelte sich in ein neues Stadtteilzentrum. Leuchtturm und Herzstück ist die NRW-Fortbildungsakademie, errichtet aus Glas und 56 Fichtenstämmen. Wasserspiele, Erdkanäle und große Tore verhindern im Sommer ein Überhitzen. Auf dem Dach erzeugt eine der weltweit größten Solaranlagen mit 3185 Modulen bis zu 750.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr und versorgt die Akademie sowie die angrenzenden Gebäude und Haushalte. Rund um das „Energiebündel” entstanden Wohnungen und Arztpraxen, aber auch soziale Einrichtungen wie ein Kindergarten und parkähnliche Strukturen. Einzelhandelsangebote runden die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Standorts ab. FOTOS: THOMAS STACHELHAUS, BILDSTELLE/CORNELIUS PAAS, BECKER & BREDEL


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