RGB_022_22-23_Flaechenmanagement_2-Flchen.indd_web

001_01_Titel.indd_web

2 2 Nachbergbau Steinkohle N a c h h a l t i g k e i t Die RAG schaff t kreativen Mehrwert Von Wohnraumentwicklung bis hin zum Ausbau erneuerbarer Energien: Die nachhaltige Nutzung ehemaliger Zechengelände Ü ber 150 Jahre stand der Bergbau für industrielles Wachstum. Die Kohle sorg- te für technische Innovationsschübe und Wohlstand. Im Schatten der Fördergerüs- te wuchsen ländlich geprägte Gemeinden zu Großstädten mit moderner Infrastruktur he - ran. Es entstanden Museen, Vereine und historische Stätten, die von der Innovationskraft und den Errungenschaften des deutschen Steinkohlenbergbaus zeugen. Die große Mehrzahl der Zechen ging, was bleibt, ist die Verantwortung für die Regionen und die Menschen, die hier eine Heimat fanden. Viele der ehemaligen Zechengelände entwickelte RAG Montan Immobilien bereits für eine Folgenutzung. Zwei Faktoren bilden da - bei den Rahmen: maßgeschneiderte Konzep- te für jeden einzelnen Standort und eine nachhaltige Lösung, die die Umwelt schont und den Menschen nutzt. Die Reaktivierung ehemaliger Industriefl ächen ist deshalb auch kein Selbstzweck. In ihrer Nachhaltigkeitsstrategie formulierte die Bundesregierung das Ziel, den Verbrauch neuer Flächen bis Ende des Jahres 2020 auf durchschnittlich 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Ein ehrgeiziges Ziel, bedenkt man, dass in Deutschland täg- lich etwa 74 Hektar als Siedlungs- und Verkehrsfl äche neu ausgewiesen werden. Das entspricht einer Fläche von rund 106 Fußballfeldern. Die Reduzierung des Flächenverbrauchs liegt auch RAG Montan Immobilien am Herzen. Ein Anliegen, das sie durch die Revitalisierung ehemaliger Zechenareale maßgeblich unterstützt. Flächenrecycling im Fokus Die stillgelegten Zechenstandorte befi nden sich häufi g innenstadtnah und bieten aufgrund ihrer Größe viele Möglichkeiten zur Folgenutzung. Das eröff net die Chance, Flächen auf der „grünen Wiese“ oder an Stadträndern zu schonen und diese entgegen der jahrelangen Praxis nicht mit Betonklötzen vollzustellen. Anstatt bisher ungenutzten Freiraum zu verbauen, bieten die ehemaligen Zechenstandorte in Innenstadtnähe ausreichend Platz für neue Formen von Arbeiten, Wohnen und Freizeit. Dortmund zeigt ein gutes Beispiel: Auf dem ehemaligen Bergwerk Minister Stein entstanden ein Service- und Gewerbepark sowie ein Stadtteilzentrum mit Wohn- und Freizeiteinrichtungen. Mit der Atomkatastrophe in Japan im Jahr 2011 ging in der Bundesrepublik Deutschland eine grundlegende Bewusstseinsänderung in puncto erneuerbarer Energien einher. Unabhängig davon stellte die Bundesregierung dafür bereits im Jahr 2010 die Weichen: Energiestrukturen sollen sich ändern, erneuerbare Energien sollen künft ig die tragende Säule der Energieversorgung in Deutschland bilden – umweltschonend, zuverlässig und bezahlbar. Zukunftsweisende Energiekonzepte Auch die RAG bringt ihre Ressourcen in zu - kunft sweisende Energiekonzepte ein – und das nicht erst seit der Klimawende. Als ökologisches Beispiel für zeitgemäße, nach halti ge Stadtentwicklung steht der ehe ma li ge Ze chenstandort Mont Cenis 1/3 in Her ne- Sodingen. Schon 1997 legten dort der damalige NRW-Innenminister Franz-Josef Kniola und Oberbürgermeister Wolfgang Becker den Grundstein für die Errichtung eines Ener gieparks. Er produziert heute Strom und Wär me für das Gelände sowie benachbarte Gebäude mit Hilfe von Methangas und So - larenergie. Überschüsse werden ins örtliche „Wissen und Ressourcen aus dem Bergbau können Beiträge zur Energiewende leisten.” Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG


001_01_Titel.indd_web
To see the actual publication please follow the link above